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Pränataldiagnostik

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Was versteht man unter Pränataldiagnostik?


Es handelt sich hier um spezielle Untersuchungen, die über den Rahmen der normalen Schwangerschaftsvorsorgeuntersuchungen hinausgehen und zum Ziel haben, kindliche Fehlbildungen zu erkennen oder auch genetische Auffälligkeiten festzustellen.
Dies geschieht durch erweiterte Ultraschalldiagnostik, sowohl im ersten Schwangerschaftsdrittel, als auch im späteren Verlauf oder durch Eingriffe mit Gewinnung von kindlichen Zellen oder Mutterkuchengewebe für die genetische Untersuchung.

Wann sollte eine pränataldiagnostische Untersuchung erwogen werden?


Die Häufigkeit von Kindern die mit Fehlbildungen geboren werden beträgt etwa 3% aller Geburten. Diese Zahl umfasst auch kleine unbedeutende Auffälligkeiten. Bei den schwerwiegenden Fehlbildungen ist es jedoch wichtig schon während der Schwangerschaft eine möglichst genaue Diagnose zu stellen, um ggf. schon im Schwangerschaftsverlauf helfend einzugreifen oder zumindest alle notwendigen Maßnahmen für eine entsprechende Versorgung und Behandlung des Kindes direkt nach der Geburt zu treffen. Dies ist im Besonderen Maße für die Prognose von Herzfehlern und Fehlbildungen des Magen-Darmtraktes wichtig.
Besonders gedacht sind die pränataldiagnostischen Untersuchungen für Schwangere mit bestimmten Risikofaktoren. Das können eigene Erkrankungen wie z. B. Diabetes, Bluthochdruck, rheumatische Erkrankungen, Gerinnungsstörungen oder Erkrankungen in der Familie sein, die vorherige Geburt eines kranken Kindes, Fehlgeburten in der Vorgeschichte, die Einnahme von Medikamenten, Schwangerschaft nach Kinderwunschbehandlung oder Alter über 35 Jahren.
Außerdem natürlich bei Auffälligkeiten, die Ihr Frauenarzt bei den normalen Schwangerschaftsvorsorgeuntersuchungen festgestellt hat und die weiterer Klärung bedürfen.
In diesen Fällen werden die Kosten der Untersuchungen von den gesetzlichen Krankenkassen getragen.
Natürlich kann jedes Paar auch unabhängig von Vorgeschichte und Alter den Wunsch nach gezielter Untersuchung ihres ungeborenen Kindes haben. In diesen Fällen haben Sie die Möglichkeit, die Untersuchungen als Selbstzahlerleistung (IGEL) durchführen zu lassen.

Was sollten Sie vor Pränataldiagnostik bedenken?


Natürlich werden die Untersuchungen in den meisten Fällen ein gutes Ergebnis liefern. Was aber tun bei einem auffälligen Befund?
Möchten Sie damit konfrontiert werden? Bedenken Sie, dass meistens noch weitere, invasive  Untersuchungen in der Folge sinnvoll werden können. Wie würden Sie bei schweren Erkrankungen oder Chromosomenstörungen reagieren?
Es ist wichtig sich mit diesen Fragen im Vorfeld zu beschäftigen, um dann eine bewusste Entscheidung für oder gegen Pränataldiagnostik zu treffen!
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